Month: December 2016

Methoden zur Türöffnung

Das Unternehmen Schlüsseldienst nimmt seinen Anfang in den sechziger Jahren. Das internationale Unternehmen Mister Minit eröffnete damals erstmalig Kleingeschäfte, die unter anderem auf die Fertigung von Schlüsseln spezialisiert waren. Seither etablierte sich der heutige Kleinbetrieb Schlüsseldienst, der mitunter ein breitgefächertes Angebot an Dienstleistungen anbietet, deutschlandweit.

 

Verbände in Deutschland

Es gibt hierzulande bis dato drei Verbände, in denen sich Schlüsseldienste, Einbruchschützerdienste, Schadensbeseitiger und Schlüsselnotdienste zusammengeschlossen haben. Diese drei Verbände sind Interkey, der Bundesverband Sicherungstechnik Deutschland und der Verband Deutscher Schlüsseldienste e.V. . Ziel dieser Verbände ist es, Mitglieder in vielen Bereichen zu vertreten. Diese Bereiche können ganz allgemein Kunden sein, die Presse, Rechtsstreitigkeiten oder die Vertretung gegenüber Mitbewerbern. Die Schlosshelfer erhalten in den Verbänden kaufmännische und fachgerechte Informationen und werden in Seminaren und Schulungen weitergebildet. Oberstes Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedsbetriebe im Bereich Schlüsseldienst zu erhalten.

Dennoch fällt der Schlüsseldienst nicht in die Kategorie Handwerk mit eigenem Berufsbild und die Bezeichnung Schlüsseldienst besitzt keinen rechtlichen Schutz. Manche Betriebe bieten jedoch durch den erworbenen Zusatz “VDS-Anerkennung als Errichter für mechanische Sicherheitseinrichtungen” eine handwerkliche Qualifikation. Diese Zertifizierung kann nur unter hohen Anforderungen erworben werden und ist daher selten vorhanden.

 

Türöffnungen jeglicher Art

Die Aufgaben und Dienstleistungen eines Schlüsseldienstes sind vielfältig. Hört man das Wort Schlüsseldienst, so denkt man automatisch an die Problematik des Aussperrens aus den eigenen vier Wänden. Schnell ist die Tür durch einen Windstoß hinter einem zugeschlagen und der Schlüssel liegt noch im Haus oder man vergisst seinen Schlüssel schlichtweg einzustecken. Was ist nun zu tun? Natürlich wendet man sich an einen Aufsperrdienst, der die Tür ohne sie zu beschädigen und ohne Schlüssel öffnen kann. Das stellt Hauptaufgabe dieser Betriebe dar. Ein Notöffnungsdienst, steht seinen Kunden auch außerhalb der Öffnungszeiten, üblicherweise 24 Stunden am Tag, zur Seite, wenn diese sich versehentlich ausgesperrt haben.

Es muss nicht zwangsläufig die Wohnung oder das Haus sein, in das man nicht mehr hineingelangt. Oft ist es auch das eigene KFZ. Mit sogenannten KFZ – Kraftschlüsseln kann der Türnotdienst Fahrzeuge öffnen. Ein KFZ – Kraftschlüssel, auch Polenschlüssel genannt, ist ein Schlüsselrohling der in das Schloss gesteckt wird und unter Zuhilfenahme eines Hebels gedreht wird. Der Schlüssel wird in Präzisionsarbeit hergestellt und ist darauf ausgelegt, einem hohen Kraftaufwand standzuhalten. Das Türschloss oder Lenkradschloss des Autos nimmt durch das Überdrehen beim Öffnen keinen Schaden und bleibt intakt, aber kann mitunter künftig nur unter erhöhtem Widerstand aufgeschlossen werden.

 

Lockpicking Methode

Mann beim Lockpicking

Beim Öffnen von Haustüren oder Wohnungstüren, dem sogenannten Lockpicking, handelt es sich um verschiedene Aufsperrtechniken ohne hierfür einen Schlüssel zu besitzen. Nicht nur der Schlüsseldienst kennt diese Anwendung. Es gilt als Sportart und wird auch von der Polizei oder von Geheimdiensten angewendet um sich Zugang zu verschaffen.

Leider wird es auch von Dieben und Einbrechern angewendet, um sich in krimineller Absicht unerlaubten Zutritt zu verschaffen.

Beim Lockpicking macht sich der Schlüsseldienst die mechanischen Ungenauigkeiten, die jedes Schloss besitzt zunutze. Alle Stifte eines Schlosses zusammen ergeben eine bestimmten Öffnungscode. Der Schlüsseldienst bringt die Stifte des Schlosses, die normalerweise durch die entsprechenden Bärte des Schlüssels gleichzeitig verschoben werden, einzeln in die richtige Position und kann so das Schloss ohne drastische Maßnahmen und Beschädigungen aufschließen. Die sogenannten Stifschlösser sind im europäischen Raum vorherrschend, aber auch andere Schlossarten, wie zum Beispiel Drehscheibenschlösser, lassen sich mit Spezialwerkzeugen nachschließen.